Immobilienfinanzierung durch das Annuitätendarlehen


Wer seinen Traum vom eigenen Haus verwirklicht hat und dafür einen Baukredit in Anspruch nahm, der wird sein Vorhaben wahrscheinlich über ein Annuitätendarlehen finanziert haben. Sie sind nämlich Grundlage fast aller Baudarlehen (80 bis 90 Prozent).

Die Besonderheit dieser Kreditform liegt in der Tilgungsrate, der sogenannten Annuität. Sie ändert sich in ihrer Höhe für den Kreditnehmer während der gesamten Rückzahlung nicht. Voraussetzung hierfür ist, dass der Zinssatz bis zum Laufzeitende festgeschrieben wurde. Das gibt dem Darlehensnehmer den großen Vorteil, genau über die monatlichen Belastungen und den Termin der letzten Rate in Kenntnis zu sein. Gerade den Bauherren kommt diese Sicherheit in der finanziellen Planung sehr gelegen.

Annuitäten bestehen aus zwei Teilen: einer dient der Kredittilgung, der andere der Zinszahlung. Während bei einem Ratenkredit die anfängliche Belastung höher ausfällt und im Laufe der Zeit fällt, verändert sich die Gewichtung zwischen Zins- und Tilgungsteil innerhalb der Annuitätendarlehen so, dass beide stets die gleiche Summe bilden. Zu Beginn zahlt man also mehr Zinsen, während man am Schluss ausschließlich tilgt. Verzinst wird nämlich nicht die Darlehenssumme, sondern die jeweilige Restschuld. Die Höhe der Annuität, also seine (monatliche) Belastung, kann der Kreditnehmer selbst bestimmen und Sondertilgungen sind ebenfalls möglich.

In der Annuität findet sich der lateinische Begriff für das Jahr wieder, annus. Ein Annuitätendarlehen wird zwar meist monatlich oder auch quartalsweise beglichen. Es kann jedoch auch die Vereinbarung der halbjährlichen oder jährlich Tilgung getroffen werden. Pro Jahr sollte mindestens ein Prozent der Kreditsumme getilgt werden.